Von   Carlotta von Gierke

Körpersprache - So rockst du jedes Interview

Angemessene Kleidung und der Inhalt deines Vorstellungsgespräch reichen allein nicht aus, um zu überzeugen. Ebenso wichtig ist deine Körpersprache. Diese solltest du richtig einsetzen und zu deinem Vorteil nutzen. So geht's:

Herzlichen Glückwunsch - Du hast es ins persönliche Vorstellungsgespräch geschafft. Nun heißt es überzeugen und sich nicht aus der Bahn werfen lassen! Ein wichtiger Bestandteil deines Auftritts ist deine Körpersprache. Wichtig ist, dass du diese richtig einsetzt und zu deinem Vorteil nutzt. Nicht umsonst spricht Absolventa davon, dass du 



deine Schwachstellen in Sachen Körpersprache erkennen und abstellen



musst, um einen bleiben Eindruck zu hinterlassen.  


#1 „Guten Tag Herr/Frau...“ – der Anfang  


Deine Körpersprache ist ab der ersten Minute wichtig. Du kennst es sicherlich von dir selbst: Der erste Eindruck macht viel aus und zählt. Um von Anfang an selbstsicher zu wirken, ist es ratsam, mit festem, sicheren Schritt auf deinen Gesprächspartner zuzugehen und ihm die Hand zu schütteln. Dieser sollte nicht zu zaghaft, aber auch nicht zu kräftig sein. Während du deinem Gegenüber die Hand gibst, nimm Blickkontakt auf und lächle freundlich. 


#2 „Setzen Sie sich...“  – das Drumherum


Setze dich erst, wenn du aufgefordert wirst. Verwende beim Platznehmen die gesamte Stuhloberfläche und nicht nur die Vorderkante. Hier gilt es, die goldene Mitte zu finden: Setze dich mit geradem Rücken auf den Stuhl ohne die Schultern hängen zu lassen, richte dich jedoch auch nicht auf unnatürliche Weise auf. Dies könnte Unsicherheit ausstrahlen. Weiterhin ist es wichtig, dass du eine offene Körperhaltung beibehältst indem du deinem Gesprächspartner zugewandt bleibst. Das Übereinanderschlagen deiner Arme oder Beine baut eine vermeidbare Barriere zwischen euch auf. Während des Gesprächs solltest du hin und wieder deine Sitzposition modifizieren um nicht erstarrt und verklemmt zu wirken. Gleichzeitig solltest du aber auch nicht hibbelig sein, sonst wirkst du deinem Befrager gegenüber verunsichert. 


#3 „Kommen wir zum Punkt...“ – das Interview


Auch während der eigentlichen Interviewphase sind die nonverbalen Signale, die du an deinen Gesprächspartner sendest, essentiell, um zu überzeugen. Deine Mimik und Gestik sind besonders wichtig, denn sie betonen das Gesagte. Versuche dir deine Hände auf eine möglichst natürliche Art zu Nutze zu machen. Auch hier gilt es, das Mittelmaß zu finden, ohne unnatürlich zu übertreiben. Viele tendieren dazu, aus Nervosität an ihren Fingernägeln herumzuspielen, sich zu kratzen oder mit den Haaren zu spielen. Dies ist nicht ratsam, denn dein Gesprächspartner soll sich respektiert und voll beachtet fühlen. 


Dein Gesichtsausdruck sollte möglichst zu dem Gesagten passen, um deinen Antworten besonders viel Aussagekraft zu verleihen. Vergiss nicht hin und wieder zu lächeln, um das „Eis“ zu brechen und auch deinem Gegenüber die Chance zu geben, eine Rückmeldung zu geben. Vermeide jedoch ein aufgesetztes Lachen. Dies wirkt künstlich und wird dir meistens nicht abgekauft. 


Dein Blickkontakt ist auch im Verlauf des Gesprächs bedeutsam. Experten sprechen von einer Faustregel, dass Augenkontakt mindestens eine, maximal drei Sekunden gehalten werden soll. Wenn sich mehrere Personen im Raum befinden, versuche dich nicht nur auf einen Gesprächspartner zu fixieren, sondern nimm zu allen Gesprächsteilnehmern Blickkontakt auf. Wenn dir allerdings eine bestimmte Person eine Frage stellt, blicke diese während deiner Antwort hauptsächlich an.


Deine Körpersprache kann sich auch auf deine Stimmlage auswirken. Auch wenn du zum Beispiel an einem Telefongespräch teilnimmst solltest du dich aufrecht hinsetzen und ab und zu lächeln, um sympathischer zu klingen. Auch wenn man es nicht denkt, ein Lächeln hört man durch den Hörer. Beim Telefongesprächen gibt es aber noch ganz andere Dinge zu beachten. Auch hier gelten bestimmte Spielregeln


#4 „Gut, dann auf Wiedersehen“ – die Verabschiedung


Nicht nur der erste, sondern auch der letzte Eindruck hat starke Auswirkungen auf das Ergebnis deines Interviews. Es gilt also: Verdirb dir mit einer fragwürdigen Verabschiedung nicht die bisherigen Erfolge, die du während des Gesprächs erzielt hast. Bis zum Ende solltest du interessiert, positiv, aufmerksam und respektvoll wirken. Dies gelingt dir am besten indem du deine aufrechte Haltung und den Augenkontakt beibehältst. Konzentriere dich auch bei dem letzten Händedruck noch ein letztes Mal und dann hast du’s auch schon geschafft!


Fazit - Übung macht den Meister 


Während die oben genannten Tipps zu beachtne sind, ist es wichtig nicht zu übertreiben. Nicht zu unrecht ist die Regel Nummer 1 von Staufenbiel:



Bleiben Sie sie selbst.



Eine zu unnatürlich angelernte aufrechte Haltung kann dich unsicher erscheinen lassen und ein zu langer Augenkontakt einfach unangenehm für alle Beteiligten sein. Hier gilt unbedingt: Don’t overdo!


Die gute Nachricht ist, dass du dich auf die verschiedenen Aspekte der Körpersprache leicht vorbereiten kannst. Schnappe dir einen Freund oder eine Freundin und übe einfach mal. Analysierte wie du dich hinsetzt, wie du jemandem die Hand gibst, wie du deinen Körper während du sprichst bewegst und -vor allem- übe den Blickkontakt mit ihm oder ihr zu halten, während ihr euch unterhaltet. Erfahrungsgemäß ist es leichter, den Blickkontakt mit vertrauten Personen zu halten. Versuche dies also auch im Alltag mit fremden Menschen zu trainieren. 


Wenn das klappt, kannst einen selbstbewussten Eindruck hinterlassen und deine Nervosität wird dir nicht mehr angesehen. Nun steht dem erfolgreichen Interview nichts mehr im Wege - viel Erfolg! 

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Von:
Carlotta von Gierke
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