28.10.2019  Von   Elisabeth Xia

#mussegalsein // Diversity im Unternehmen

Diversity - ein Begriff der momentan in aller Munde ist. Doch was steckt eigentlich dahinter? Welche Vorteile schafft Vielfalt? Und wie offen ist die Arbeitskultur in Deutschland bereits?

"Diversity" - Was bedeutet das?


Der englische Begriff Diversity lässt sich wohl am besten als "Vielfalt" übersetzen. Im Kontext der Arbeitswelt versteht man hierbei vor allem die Vielfalt der Mitarbeiter im Unternehmen hinsichtlich ihres Alters, Geschlechts, ihrer Weltanschauung, sexueller Identität sowie der physischen und psychischen Verfassung.


Diversity Management verfolgt neben der Förderung von Chancengleichheit und der Vermeidung von Diskriminierung das Ziel, die Vielfalt der Mitarbeiter zum Vorteil des Unternehmens zu nutzen.


Welche Vorteile bringt Diversity?


Auch in Deutschland wird Diversity am Arbeitsplatz ein zunehmend relevantes Thema. Die Vorteile eines vielfältigen Unternehmens scheinen auf der Hand zu liegen: Neben der Förderung von Toleranz und einem positiven Image fördert Vielfalt im Unternehmen auch den Arbeitsalltag. Teams, die entgegen der sozialen Homophilie aus verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen bestehen, sind innovativer und kreativer als solche, die aus sich ähnelnden Menschen bestehen.


Wer sich als Recruiter heutzutage noch immer auf den jungen, weißen und männlichen Kandidatenpool beschränkt, scheint noch nicht in der Realität des Fachkräftemangels angekommen zu sein. Ein vielfältiger Kandidatenpool birgt großes Potential. Die IT-Branche ist einer der Bereiche, in denen häufig nicht genügend Spezialisten auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu finden sind. Einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit zufolge haben hier bereits rund 10 Prozent der sozialversicherungspflichtigen IT-Fachleute eine ausländische Staatsangehörigkeit - am häufigsten aus Osteuropa und Indien.


Diversity Management in Deutschland


Dennoch scheint Diversity Management in Deutschland eine Baustelle zu sein. Schlagzeilen wie "Deutschland ist Diversity-Entwicklungsland" lassen vermuten, dass hier noch einiges an Verbesserungspotential steckt.


Der Diversity in Deutschland-Studie von EY und der Charta für Vielfalt nach, haben zwei Drittel der deutschen Unternehmen bisher keine Maßnahmen im Diversity Management umgesetzt. Ebenfalls planen nur 19% der Unternehmen konkrete Maßnahmen in Zukunft durchzuführen.


Während in Deutschland besonders viel Aufmerksamkeit der Geschlechtergleichstellung geschenkt wird (zurecht: der Frauenanteil in Vorstandsetagen von DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen betrug 2018 immer noch nur verschwindende 8,6 Prozent), kommen andere Aspekte, wie Herkunft, Behinderungen, Religion oder sexuelle Identität zu kurz. Dies geht unter anderem aus der Diversity Management in Deutschland-Studie des Karlsruher Institut für Technologie hervor. Demnach gibt jeder vierte LSBTT-Arbeitnehmer an, am Arbeitsplatz Diskriminierung erfahren zu haben – Mobbing, Belästigung und Aufstiegsdiskriminierung hierbei als häufigste Form der Diskriminierung. Positiv fällt jedoch auf, dass die verschiedenen Diskriminierungsformen tendenziell eher leicht abnehmen, insbesondere die häufigste Diskriminierungsart; das Mobbing.


Diversity im Unternehmen fördert Arbeitnehmerbindung


Neben den zuvor erwähnten Vorteilen lohnen sich Maßnahmen zum Diversity Management für Unternehmen insbesondere intern aufgrund der verbesserten Zusammenarbeit im Team und der stärkeren Bindung sowohl zwischen Mitarbeitern als auch des Arbeitgebers zum Unternehmen. Zusätzlich ergeben sich nach außen hin weitere Vorteile, wie eine gesteigerte Attraktivität für Bewerber und die Erschließung neuer Märkte/Kundengruppen, so die Diversity Management Studie 2018 der PageGroup.


Truffls' #mussegalsein


Auch wir bei Zalvus vertreten die Überzeugung, dass niemand basierend auf Alter, Geschlecht, Herkunft, Behinderung, Weltanschauung und sexueller Identität oder sonstiger Umstände anders behandelt werden darf und möchten uns dafür einsetzen, dass wir alle frei von Vorurteilen leben können. Unsere Freunde von truffls starten heute ihre #mussegalsein Kampagne, bei welcher ihre Mitarbeiter zeigen, welcher Teil von ihnen egal sein muss. Auch die Zalvusianer beteiligen sich gerne an dieser Aktion und ermutigen euch dazu, euch gegen Diskriminierung stark zu machen.


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