04.11.2019  Von   Elisabeth Xia

Bescherung für Personaler - Bewerbungen unterm Tannenbaum

Nur noch 50 Tage bis Weihnachten. Doch welche Auswirkungen hat die Vorweihnachtszeit auf den Bewerbermarkt und wie können die Feiertage und der Jahreswechsel für die Personalsuche genutzt werden?

Der Herbstmantel ist noch nicht offiziell ausgepackt, doch im Laden stehen bereits Spekulatius und Lebkuchen kaufbereit bevor der Oktober überhaupt geendet hat. Monatelang dudelt es Last Christmas und aggressives Marketing wird von allen Seiten gefeuert – doch was ist eigentlich mit den Feiertagen an sich? Und noch wichtiger: Welche Auswirkungen hat das auf die Personalsuche?


Der Fokus liegt auf der Vorweihnachtszeit


Großkonzerne nutzen die Zeit vor Weihnachten um ihre Produkte Dienstleistungen möglichst attraktiv als Geschenke zu vermarkten – dementsprechend sind die Werbebudgets dann aufgebraucht, wenn Weihnachten direkt vor der Tür steht. An den Feiertagen selbst werden die Anzeigenplätze günstiger und bergen ein oftmals noch unentdecktes Potential. Ein Blick auf das Konsumentenverhalten verrät, warum.


Analog auf Geschenksuche


Bei der Geschenkebesorgung ist der Trend ganz klar: 21% bevorzugen es, Weihnachtsgeschenke online zu kaufen. Das sind 9% mehr als noch im Vorjahr. Logisch: der Online-Einkauf bietet neben vielen weiteren Vorteilen unter anderem einen 24-Stunden-Service, der für immerhin 61% der Online-Kunden besonders für den Einkauf im Internet spricht.


Doch den Großteil der Menschen zieht es bei der Besorgung von Weihnachtsgeschenken nach wie vor zu stationären Fachhandeln und Einzelhändlern vor Ort. Besonders für die Mid-Ager (46-55 Jahre) und junge Leute unter 35 sind vorweihnachtliche Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte neben der besseren Beurteilung der Ware ein zusätzlicher Anreiz für das Geschenkeshoppen vor Ort.


Wenn der Geldbeutel leer ist…


Nachdem das Konto gelitten hat und allmählich wieder aufatmen kann, macht sich manch einer vermehrt Gedanken über sein Gehalt. Das ist keine große Überraschung: letztes Jahr stiegen die geplanten Ausgaben für Weihnachtsgeschenke um 6% im Vergleich zum Vorjahr auf durchschnittlich 282€. Bei den Mid Agern stieg das geplante Weihnachtsbudget sogar um 22% auf 345€. Doch nicht nur die geplanten Weihnachtsausgaben stiegen: Im Zeitraum vom 24. Dezember bis 6. Januar stieg gleichzeitig die Motivation für einen Jobwechsel um 33%, wie die HR-Digital Studie 2019 zeigt.


An dunklen Tagen vor hellen Bildschirmen


Trotz des Geschenkekaufs, der bevorzugt analog geschieht, steigt die Online-Aktivität jedoch an den Feiertagen. Rund 60% der Deutschen empfindet die Zeit vor Weihnachten außerdem als stressig und anstrengend, wie eine von vielen Erkenntnissen der Sonderumfrage der Gesellschaft für Konsumforschung zeigt. Kein Wunder, dass man sich darauf freut wenn die Geschenke besorgt sind und der Trubel allmählich abschwillt. Endlich ist dann wieder mehr Zeit zum Entspannen. Neben mehr Freizeit und neuen Jahresvorsätzen zieht außerdem vor allem auch das Wetter die Menschen in die warme Stube und vor die Bildschirme. Die Online-Aktivität im Zeitraum vom 24. Dezember bis zum 06. Januar lag um 24% höher als im Rest des Jahres 2018.


Die passiv Suchenden erreichen


Jemand der aktiv nach einem Job sucht, wird nicht zwingend an Weihnachten von erhöhter Lust nach dem Prozess der Jobsuche überkommen werden. Doch für die Ansprache eines passiv Suchenden ist Weihnachten eine Zeit, in der die Hürde der Wechselmotivation ungewohnt klein und die Online-Aktivität überdurchschnittlich hoch ist. Recruiter, die sich gerne selbst ein Weihnachtsgeschenk machen, stellen neue Ausschreibungen für Vakanzen, die zum Jahresbeginn besetzt werden sollen, bereits vor Weihnachten digital zur Verfügung und bewerben Sie in den freien Tagen in sozialen Medien. Durch die veränderten Rahmenbedingungen zwischen den Tagen steigen die Besetzungschancen um bis zu 76%, wenn Bewerber bis zum 6. Januar auf die Position aufmerksam geworden sind.


Um seine wohlverdienten Feiertage nicht mit der Besetzung von Vakanzen verbringen zu müssen ist es sinnvoll, Kampagnen zur Bewerbung des Inserates bereits im Vorfeld mit der Marketingabteilung  anzulegen. Noch einfacher ist nur die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern, um mit Top-Bewerbern im Posteingang in das neue Arbeitsjahr zu starten, denn:



Die Weihnachtszeit eignet sich besonders, um passiv suchende Kandidaten online zu aktivieren.



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